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Content im Zeitalter der KI-Suche: Warum er für KMU jetzt noch wichtiger wird

  • Autorenbild: Remo Nyffenegger
    Remo Nyffenegger
  • 9. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Von Remo Nyffenegger | CRM, Marketing & Sales | LinkedIn-Schulungen


Früher reichte oft: Website online, ein paar Leistungsseiten, vielleicht ein News-Beitrag pro Jahr. Heute? Vergessen Sie’s.Mit KI-Suche (Chatbots, AI Overviews, Antwortmaschinen) verändert sich die Spielregel: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über „schöne Websites“, sondern über klare, zitierbare Inhalte, die Fragen beantworten, Probleme lösen und Expertise zeigen.

 

Und genau hier haben viele KMU Mühe: Man erkennt die Relevanz, aber die Umsetzung frisst Zeit, Nerven und Ressourcen. Trotzdem ist es einer der wichtigsten Hebel für heutige und zukünftige Sichtbarkeit.


Was sich mit KI-Suche verändert


1) Antworten schlagen Klicks

Immer mehr Nutzer erwarten eine direkte Antwort statt zehn Links. KI-Systeme picken sich Inhalte, die:

  • klar strukturiert sind

  • konkrete Fragen beantworten

  • vertrauenswürdig wirken

  • leicht „zitierbar“ sind


Wer diese Inhalte liefert, wird erwähnt, verlinkt oder als Quelle genutzt. Wer sie nicht liefert, wird übersehen.


2) Autorität wird wichtiger als Lautstärke


Es gewinnt nicht automatisch die lauteste Marke, sondern die, die konsequent hilfreiche Inhalte produziert. Für KMU ist das eine Riesenchance: Sie können mit Praxiswissen sogar grössere Player schlagen, wenn diese nur Marketingfloskeln liefern.


Warum Content jetzt noch wichtiger ist


Content ist Ihr digitaler Aussendienst

Ein guter Beitrag arbeitet für Sie, während Sie schlafen:

  • er zieht organischen Traffic an

  • er baut Vertrauen auf

  • er qualifiziert Anfragen vor

  • er liefert Stoff für LinkedIn, Newsletter und Sales

Im KI-Zeitalter gilt mehr denn je: Wer erklärt, gewinnt.


Welche Content-Formate für KMU besonders wirken


1) Blogbeiträge: Tiefe, Expertise und Suchintention

Blogartikel sind ideal, um Themen umfassend abzudecken:

  • „CRM-Einführung in KMU: typische Fehler“

  • „Sales Funnel und CRM verbinden“

  • „LinkedIn Social Selling im B2B“


Wichtig: Nicht schreiben, was Sie toll finden. Schreiben, was Ihre Zielgruppe wirklich fragt.

 

2) Newsseiten: Glaubwürdigkeit und Aktualität

News sind oft unterschätzt. Dabei signalisieren sie:

  • Aktivität

  • Kompetenz

  • Fortschritt (Projekte, Investitionen, Partnerschaften)

  • Aktualität (wichtig für Vertrauen und für KI-Systeme)


News müssen nicht lang sein. Aber sie müssen echt sein.


3) FAQ: Der direkte Shortcut in KI-Antworten

FAQs sind pures Gold, weil sie genau die Struktur haben, die KI liebt: Frage → Antwort.Beispiele:

  • „Wie lange dauert eine CRM-Einführung?“

  • „Reicht eine einmalige LinkedIn-Schulung?“

  • „Was kostet ein Sales Coaching?“


Wenn Sie FAQs sauber pflegen, bauen Sie eine Art „Antwort-Datenbank“ für Ihre Marke.


4) Evergreen-Landingpages: Ihre Kompetenz als Fundament

Neben Blog/News/FAQ brauchen Sie starke Leistungsseiten, die klar zeigen:

  • wofür Sie stehen

  • für wen Sie arbeiten

  • welchen Prozess Sie haben

  • welche Resultate möglich sind


Die besten Inhalte bringen nichts, wenn die Leistungsseiten schwammig sind.


Warum viele KMU damit kämpfen (und das ist normal)

1) Es bindet Ressourcen

Gute Inhalte brauchen:

  • Zeit

  • Struktur

  • Know-how

  • Redaktionsdisziplin


KMU haben selten jemanden, der „nur Content“ macht. Meist läuft es nebenbei. Und nebenbei heisst: unregelmässig.


2) Unklarheit: „Was sollen wir überhaupt schreiben?“

Viele hängen an der Themenfindung. Dabei liegen die besten Themen direkt im Alltag:

  • Kundenfragen

  • Einwände im Verkauf

  • typische Fehler in Projekten

  • Entscheidungen, die Unsicherheit auslösen


3) Angst vor Sichtbarkeit

„Darf ich das sagen?“ „Was denkt der Wettbewerb?“ „Ist das peinlich?“Mein Tipp: Lieber hilfreich als geschniegelt. KMU punkten mit Praxis, nicht mit Hochglanz.

So sollten KMU jetzt damit umgehen: ein pragmatischer Ansatz


1) Nicht alles auf einmal – sondern mit System

Starten Sie mit einem kleinen, stabilen Setup:

  • 4 Kernseiten (CRM, Sales, LinkedIn, Kontakt)

  • 10 FAQs pro Thema

  • 12 Blogartikel pro Jahr (1 pro Monat)

  • 12 News-Posts pro Jahr (kurz, aber konstant)


Das reicht, um sichtbar zu werden und Autorität aufzubauen.


2) Content-Recycling: einmal denken, mehrfach nutzen

Ein Blogartikel ist kein Einzelstück. Er wird zu:

  • 3–5 LinkedIn-Posts

  • 1 Newsletter

  • 1 Sales-One-Pager

  • 5 FAQ-Antworten

  • Gesprächsgrundlage für Social Selling


So reduziert sich der Aufwand massiv.


3) Verantwortlichkeiten klären

Content scheitert selten am Können, sondern an Ownership.Es braucht:

  • eine Person, die Themen priorisiert

  • eine Person, die schreibt/produziert (intern oder extern)

  • eine Routine für Freigabe


4) Qualität vor KI-Textwüste

KI kann helfen, aber sie ersetzt nicht:

  • Ihre Beispiele

  • Ihre Haltung

  • Ihre Cases

  • Ihre Erfahrung


KI ist ein Turbo. Kein Ersatz für Substanz.


KMU, die Content jetzt ernst nehmen, bauen sich einen Vorsprung, den andere in 2–3 Jahren teuer nachkaufen müssen. Ja, Content bindet Ressourcen. Aber Unsichtbarkeit kostet mehr. Wenn Sie heute keine Inhalte liefern, liefern es andere – und werden als „die Experten“ zitiert. Und dann wird es später richtig mühsam, wieder aufzuschliessen.


Autor: Remo Nyffenegger – ich unterstütze KMU bei CRM-Einführungen, der Verzahnung von Marketing & Sales und mit LinkedIn- und Social-Media-Schulungen, damit aus Kontakten Kunden werden. Termin vereinbaren.


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